Collagen

Collagen – der Begriff kommt vom französischen Wort coller, kleben. Papierschnipsel, Textausschnitte, Bildelemente werden neu zusammengefügt, zusammengeklebt.

Die Künstler Pablo Picasso, Georges Braque und Juan Gris haben diese Technik vermutlich als erste in ihre Kunst integriert und damit “salonfähig” gemacht.

Spielen mit Gesammeltem

Zeitschriften, alte Bücher, Reklamebroschüren – überall finden sich Elemente, Strukturen, Farben. Dazu kommen Karten, Papiertüten, Tortendeckchen und vieles mehr, das ich sammele, wo immer ich es in die Finger bekomme.

Und dann beginnt das Spiel: Aus meinem Fundus wähle ich mehrere Elemente. Ich kombiniere, ergänze, suche dazu passende Strukturen, Hintergründe und schiebe all das auf dem Papier hin und her, bis es “Klick” macht und eine Idee sichtbar wird.

Dann kommt die feine, spitze Schere zum Einsatz, hin und wieder auch ein schmales Cuttermesser, danach der Klebestift. Manchmal braucht es noch etwas Farbe, ein paar Linien mit dem Fineliner. Zum Schluss signieren, Passepartout und Rahmen vervollständigen das Werk.

Das klingt simpel. Der Prozess der Entstehung braucht jedoch seine Zeit. Mal geht es schnell, mal widersetzen sich die Elemente. Aber immer ist es spannend.


Mixed-Media-Collagen

Neben allen Arten von Papier lassen sich andere Materialien in die Bilder einarbeiten. Stoff, Garn, Strukturpasten, Metallteile, Glas, die Möglichkeiten sind unendlich. Je größer die Auswahl, desto schwerer ist sie zu treffen.

Ich habe mich zum Experimentieren auf ein kleines Format beschränkt, Collagen in den Maßen 15 x 15 cm mit ganz unterschiedlichen Farben und Elementen. Die kleine Fläche fordert Auswahl und Reduktion, lässt trotzdem ein breites Spektrum an Themen zu.


Digital-Collagen

Eine weitere Möglichkeit, Elemente “zusammenzukleben”, bietet der Computer. Hier kann ich eigene Fotos aus meinem Bildarchiv als Material nutzen, kann ausschneiden, verändern, zusammenfügen.

Die Ergebnisse lasse ich drucken, z.B. auf Alu-Dibond, bei dem die Oberfläche einen zusätzlichen künstlerischen Effekt ergibt.

Eine Erkenntnis: Collagen am Computer machen genau so viel Arbeit und benötigen genau so viel Zeit wie Papier-Collagen.