(Unbezahlte Werbung für ein Buch)
Ich bin – bezogen auf Kunst und Malerei – Autodidaktin. Heißt: Ich habe keine formale Ausbildung, habe mir das, was ich kann, nach und nach selber erarbeitet und lerne ständig weiter. Und dazu gehört neben verschiedenen Techniken und Arbeitsweisen für mich auch Wissen über die Kunst, über Künstler und Kunstrichtungen.
Einerseits liefert mir die Beschäftigung mit ein bisschen Kunstgeschichte (ich suche mir die Themen aus, die mich gerade interessieren) Anregungen für meine Malerei, andererseits kann ich das, was ich z.B. in Museen und Galerien sehe, besser einordnen. Und natürlich kann ich auch meine eigene Arbeit besser beschreiben, in Worte fassen, was ich mache und warum.
Und deshalb schreibe ich hier immer mal wieder über Kunst-Bücher. Weil ich denke, dass dich das vielleicht auch interessieren und inspirieren könnte. Soviel vorab. Jetzt zum Buch …
Worum geht’s beim Abstrakten Expressionismus?
Abstrakter Expressionismus – eine Kunstrichtung, entstanden in Nordamerika in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Junge Künstler und (!) Künstlerinnen suchen nach neuen Wegen für ihre Kunst, wollen sich von der malerischen Tradition Europas abgrenzen.
Sie arbeiten sehr unterschiedlich, allen gemeinsam ist aber der Vorrang von Emotion und Spontaneität vor Perfektion und Regeln.
Zwei Hauptströmungen sind Action Painting und Farbfeldmalerei.
Viele bekannte Namen versammeln sich unter dem Oberbegriff „Abstrakter Expressionismus“, wie z.B. Jackson Pollock oder Mark Rothko, Helen Frankentaler oder Joan Mitchell.
Wenn du einen knappen, gut verständlichen Überblick über diese Kunstströmung und ihre Vertreter*innen suchst, dann ist das Buch aus der „Basic Art Serie“ des Taschen-Verlags genau richtig.
Im ersten (relativ kurzen) Teil des Buches beschreibt die Autorin die Entstehung und Entwicklung des Abstrakten Expressionismus und ordnet ihn ein in die damalige gesellschaftliche und politische Situaion.
Der zweite Teil besteht aus Abbildungen von 35 Werken der unterschiedlichen Künstler*innen und Erläuterungen dazu, die die Bandbreite des Abstrakten Expressionismus verdeutlichen.
Für mich war das ein guter Start, um mich dann mit einzelnen Künstlerinnen und Künstlern näher zu beschäftigen. Denn über viele von ihnen gibt es natürlich eigene Bücher.
Barbara Hess: Abstrakter Expressionismus (Köln: Taschen-Verlag)
P.S.: Ich habe eine ältere Version von 2005 über den Second-Hand-Buchhandel gekauft. Die aktuelle Ausgabe hat ein anderes Cover (und ist natürlich auch teurer), der Inhalt sollte aber der gleiche sein.



