Buchtipp: „Tiny Experiments“ von Anne-Laure Le Cunff

(unbezahlte Werbung für ein Buch)

Kleine Experimente, Neugier, die Freude am Ausprobieren – das gehört für mich schon lange zu meinem kreativen Alltag. Kein Wunder also, dass ich das Buch von Anne-Laure Le Cunff haben wollte. Es ist erst Ende Januar auf Deutsch erschienen, deshalb habe ich es mir (ausnahmsweise) direkt und neu bestellt.

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Ich bin ein Fan von Second-Hand-Büchern. Wenn es aber neu sein soll, dann ist es natürlich am besten, in deine örtliche Buchhandlung zu gehen. Für Buchbestellungen habe ich einen Tipp für dich, bei dem dein Buchkauf ohne zusätzliche Kosten Gutes tut: buch7 – der soziale Buchhandel

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Wie bin ich auf dieses Buch gestoßen?

Auf YouTube habe ich ein Video der Künstlerin Christina Kent gesehen, in dem sie über vier Mindsets und ihre Auswirkungen auf die künstlerische Praxis spricht. Sie bezieht sich dabei auf „Tiny Experiments“. Nach diesem Video habe ich mich weiter nach Anne-Laure Le Cunff umgesehen und reichlich Videos gefunden, in denen sie selbst über ihre Ideen und ihr Buch spricht. Und damit war für mich klar: „Haben wollen!“

Wer ist Anne-Laure Le Cunff?

Sie ist Französin, hat nach ihrem ersten Studium einige Zeit bei Google gearbeitet und ein Stück weit dort Karriere gemacht. Dann kamen StartUps und – ich verkürze das hier sehr – nach einer Art Burnout die Überlegung: Was will ich eigentlich wirklich?

Sie hat dann Neurowissenschaften studiert und arbeitet inzwischen am Kings College in London.

Der erste Teil ihres Lebens war von linearen Zielen – sprich: Schule, Studium, Karriere machen – geprägt. Dann hat sie sich gefragt, ob langfristige Pläne in unserer schnelllebigen Zeit wirklich sinnvoll sind oder ob nicht stattdessen Flexibilität und die Suche nach Perspektiven uns weiterbringen. Und da kommen ihre „kleinen Experimente“ ins Spiel.

Worum geht es bei „Tiny Experiments“?

Die Idee hinter dem Buch ist die wissenschaftliche Methode von Experimentieren und Analysieren, von Handeln und Reflektieren. Betrachte dich als Wissenschaftler, als Anthropologe, der sein eigenes Leben als Forschungsobjekt wählt.

Schau dir deinen Tag an und frage dich: Was mache ich? Warum mache ich das so? Könnte ich das auch anders machen. Und wenn ja, wie?

Stell eine Hypothese auf und erfinde ein kleines Experiment, um diese Hypothese zu testen.

Führe das Experiment eine vorher (!) festgelegten Zeitspanne lang durch und analysiere anschließend, was es dir an neuen Erkenntnissen über dich gebracht hat.

Hier gibt es kein Scheitern, denn du hast keinen konkreten Ausgang festgelegt. Du gewinnst auf jeden Fall etwas dabei, denn du lernst etwas Neues über dich.

Gerade habe ich mein erstes „Tiny Experiment“ gemacht:

Beobachtung: Ich vertrödele nach dem Frühstück oft Zeit mit Unnützem, sitze dann aber abends noch am Computer, weil Arbeit liegengeblieben ist. Das möchte ich ändern.

Experiment: Ich arbeite jeden Tag möglichst direkt nach dem Frühstück mindestens eine Stunde am Schreibtisch. Dazu gehört Blogbeiträge, Newsletter und Videoskripte schreiben oder Organisatorisches. Und das ziehe ich den kompletten Januar durch.

Analyse: Es hat an den meisten Tagen super geklappt. Hatte ich vormittags einen Termin, habe ich meine Stunde Schreibtischarbeit auf den Nachmittag verlegt. Auf diese Weise habe ich viel geschafft, konnte einiges vorbereiten für Zeiten, in denen ich unterwegs bin. Außerdem bin ich im Laufe des Monats immer schneller in den „Schreibmodus“ gekommen, weil sich Routine eingestellt hat. Yeah!

Fazit: Ich möchte diese Schreibroutine weiterführen.

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Im Buch steckt natürlich noch viel mehr drin. Anne-Laure Le Cunff beleuchtet das Thema „persönliches Wachstum“ von allen Seiten und bezieht dabei ganz verschiedene Einflussfaktoren ein. Ich werde sicher hier auf dem Blog immer mal wieder über einzelne Aspekte aus dem Buch schreiben.

Das für mich so Spannende: Die Ideen und Anregungen sind universell, nicht nur auf den beruflichen Bereich bezogen. Neugier und die Frage „Was wäre, wenn …?“ stehen im Zentrum und können uns in allen Bereichen des Lebens weiterbringen.

Und natürlich auch in der Kunst. Neugier war schon immer mein Antrieb, vielleicht spricht mich das Buch gerade deshalb so an.

Anne-Laure Le Cunff: Tiny Experiments
Redline Verlag, München 2026

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