Seife machen (2)

Seife machen

So, es geht los. Rezept und Anleitung nochmal durchlesen.
Kontrolle, ob alles parat liegt.
Dann Haare zusammenbinden, Kittel an. Schutzbrille und Handschuhe kommen erst gleich zum Zug.
Beim Abwiegen habe ich – konzentriert, wie ich war – vergessen zu fotografieren.

Seife machen

Zuerst wiegt man das feste Fett ab und schmilzt es sanft auf (dazu die Kochplatte bzw. der Küchenherd).
Der Topf kommt dann wieder auf die Waage und die flüssigen Öle werden dazugewogen.
Die Mischung muss jetzt abkühlen, die Temperatur soll zwischen 30 und 40 °C betragen.

Seife machen

Handschuhe an, Brille auf. Jetzt geht’s an die Lauge.
Wenn man das pulverförmige Natriumhydroxid in Wasser auflöst, wird Energie frei und die Mischung erhitzt sich stark. Um die Temperatur zu begrenzen, wird empfohlen, zum Teil Eiswürfel zu verwenden.
Ich habe also die Hälfte der benötigten Wassermenge als Eiswürfel im Plastikbecher abgewogen und dann mit kaltem Leitungswasser auf die Gesamtmenge aufgefüllt.
Das Natriumhydroxid wird ebenfalls abgewogen und dann lässt man es unter Rühren (Esslöffel) ins Wasser einrieseln. Rühren, rühren, rühren. Die Eiswürfel schmelzen schnell, das Natriumhydroxid löst sich, das Wasser – jetzt Natronlauge – wird warm. Meins war am Ende ca. 50 °C heiß, musste also genau wie die Fettmischung erstmal eine Weile stehen und abkühlen, ebenfalls auf 30 – 40 °C.
Wenn alles etwa die gleiche handwarme Temperatur hat, wird’s spannend.

Seife machen

Die Natronlauge wird vorsichtig zum Fett gegossen.
Mit dem ausgeschalteten (!!) Pürierstab wird einmal umgerührt, dann wird er eingeschaltet und nun heißt es mixen, mixen, mixen. Und zwar immer schön mit dem Stab unterhalb der Oberfläche, damit es nicht spritzt.
Praktisch sofort wird die Mischung milchig, nach einer Weile dickt sie leicht an. Im Buch nennen sie das “Kartoffelsuppen-Stadium”.
Würde man Farb- oder Duftstoffe zufügen wollen, dann wäre jetzt der richtige Zeitpunkt. Aber ich wollte ja erstmal ganz pur starten. Also: weiterrühren.

Seife machen

Die Mischung wird immer dicker und dicker, erreicht das sogenannte “Puddingstadium”.
Lässt man etwas vom (ausgeschalteten) Pürierstab auf die Masse tropfen, dann bleibt es obenauf liegen.
Ich habe nicht auf die Uhr geschaut, aber ich schätze, dass ich ca. 5 Minuten gerührt habe, bis es soweit war.
Jetzt kann die Masse in die Form bzw. die Formen gefüllt werden.
Formen? Die hatte ich euch ja noch gar nicht gezeigt.

Seife machen

Für meine ersten Seifen habe ich Silikon-Backformen genutzt (gab’s beim Discounter, sogar reduziert, weil Reste). Man kann auch eine große, kastenartige Form bauen und den Seifenblock nach dem Abkühlen in Stücke schneiden. Oder vorgefertigte Seifenformen kaufen. Aber ich dachte mir: Das kann ja noch kommen, wenn ich weitermachen sollte.

Seife machen

Und so sah das Ergebnis am Ende des ersten Seifensieder-Tages aus.
Weil nach Füllen der Formen noch etwas Rohseife übrig war, habe ich kleine Plastikförmchen, die ich bei meinem Malzubehör hatte, für die Reste genutzt.
Alles wird mit Frischhaltefolie abgedeckt und darf dann 24 Stunden ruhen.

Den letzten Schritt zeige ich euch morgen.

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