Unmöglich? Na und?

Ihr kennt das sicher auch: Ihr träumt von etwas und ruft euch gleich wieder zur Ordnung mit den Worten „Das ist unmöglich.“ oder „Das wird sowieso nichts.“ oder „Vergiss es, du bist völlig realitätsfremd.“ Und dann kehrt ihr seufzend zurück zu „business as usual“.

Aber warum? Warum nicht versuchen, den Traum zu einer Möglichkeit und dann sogar Wirklichkeit werden zu lassen? Es geht viel mehr, als wir uns vorstellen können. Sagt zumindest Michael Neill, der Autor des Buches „Creating the Impossible“, das ich gerade auf meinem Schreibtisch liegen habe.

Gestoßen bin ich auf Autor und Buch durch den schon mal erwähnten Podcast zweier englischer Künstlerinnen (ich sollte dringend dazu etwas schreiben, ich weiß). Sie diskutierten über die Vorgehensweise des Autors und das hat mich neugierig gemacht. Ich habe mir das Buch gekauft – erfreulicherweise als „gebrauchtes“ Exemplar (das aussah, als wäre es noch nicht mal aufgeschlagen worden) – und habe angefangen, darin zu lesen und damit zu arbeiten.

Und weil ich den Ansatz interessant finde, möchte ich meinen ersten Eindruck davon mit euch teilen.

Die Idee: Du suchst dir ein „impossible project“, ein Projekt, von dem du glaubst, dass die Chance auf Erfolg weniger als 20 Prozent ist, weil der nicht alleine mit harter Arbeit zu erreichen ist.

Du musst so inspiriert von diesem Traum sein, dass du Zeit investieren willst, egal wie die Geschichte ausgeht. Ein solches Projekt lässt dich beim Gedanken daran „gasp, grin or giggle“ – also nach Luft schnappen, grinsen oder kichern. Es muss dich richtig gepackt haben.

Und dann geht es darum, einen ersten Schritt zu machen und zu sehen, was passiert. Offen zu sein für das, was kommt, welche Möglichkeiten sich auftun, und darauf zu reagieren.

In einem ersten, relativ kurzen Teil des Buches erläutert Michael Neill, wie für ihn Kreativität funktioniert und wie sie in die Welt und unser Denken eingebettet ist.

Im zweiten Teil werden die Prinzipien aus Teil eins aufgenommen und in einem 90-Tage-Programm in mundgerechten Bissen aufbereitet. Jeder Tag soll mit seinem kurzen Essay und seiner Übung als Inspiration dienen, soll Einsichten hervorrufen und dich auf deinem Weg mit dem unmöglichen Projekt weiterbringen.

Wie gesagt, ich bin noch am Anfang, habe in der ersten Woche mein unmögliches Projekt gewählt (meine Karriere als Künstlerin mit einigen Detailüberlegungen) und beginne nun die zweite, in der es darum geht, sich mental auf das Projekt einzustellen.

Es geht darum, sich einem Projekt zu verschreiben, Tag für Tag Zeit dafür aufzubringen und trotzdem entspannt zu bleiben. Denn Kreativität braucht Freiraum, um Ideen und Wege zu entwickeln.

Habt ihr auch „unmögliche Projekte“, von denen ihr träumt, die ihr aber bisher immer wieder aus eurem Alltag verbannt habt? Wenn ihr mögt, schreibt mir etwas davon in den Kommentaren. Ich bin gespannt.

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