Collagen faszinieren mich und ich arbeite gerne mit Papier, Schere und Kleber. Das können kleine abstrakte Arbeiten sein, meist aus selbstgemachten Collagepapieren. Aber immer wieder auch figurative Arbeiten mit Elementen, die ich aus Magazinen und Büchern herausschneide.
Solche figurativen Collagen sind mein Thema für den Januar als entspannter Start ins neue Jahr. Entspannt, weil ich viel Material „auf Vorrat“ habe. Ausgeschnitten und in Prospekthüllen sortiert in Kategorien wie z.B. „Figuren“, „Körperteile“, „Pflanzen“, „Gegenstände“ oder „Schrift“. Dazu jede Menge Schnipsel in allen Farben und mit vielen Texturen.
In den letzten Jahren habe ich mit kleineren Formaten – meist 15 x 15 cm – gespielt, jetzt möchte ich größer werden. Ich habe einges an farbigem Karton, der könnte als Untergrund dienen. Und zum Teil als Hintergrund, denn ich möchte ihn nicht komplett bedecken.
Um mich einzustimmen habe ich ein wenig im Internet gestöbert. Mir ist dabei mal wieder die Künstlerin Hannah Höch (1889 – 1978) aufgefallen. Wie ihr an ihren Daten seht, unterliegen ihre Werke noch dem Urheberrecht, weshalb ich euch hier keine zeigen kann. Aber sucht mal im Netz danach, ihr werdet einige ihrer dadaistischen Collagen finden.
Manche ihrer Arbeiten sind sehr trubelig, eine wilde Mischung aus vielen Einzelteilen, andere wirken reduziert – und genau die sind es, die mich gerade inspirieren.
Ich mag das manuelle Puzzlespiel, Teile zusammenzusetzen, die ursprünglich nicht zusammengehörten. Am Computer kann man mit Bildbearbeitungsprogrammen digitale Collagen bauen, kann die Elemente farblich und in der Größe anpassen. Das macht auch Spaß (wenn man wie ich gerne am Computer arbeitet), aber die Herausforderung mit dem gefundenen Material finde ich spannender.
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Stichwort Urheberrecht
Wie sieht es damit aus, wenn ich Bilder aus Magazinen und Büchern verwende? Die fallen grundsätzlich unter das Urheberrecht. Aber es gibt eine Ausnahme, soweit ich das gelesen habe (das hier ist keine rechtliche Beratung zum Thema, ich bin schließlich keine Juristin).
Wenn du Teile von Bildern nutzt, um daraus etwas völlig Neues und Eigenständiges zu machen, dann ist das okay. Ist allerdings eine Grauzone. Denn die Definition von „eigenständig“ ist schwammig.
Aber wenn du hier einen Kopf, da ein paar Arme, an dritter Stelle eine Vase ausschneidest und alles kombinierst, gilt das normalerweise als eigene künstlerische Leistung, besonders, wenn die Herkunft der Teile nicht mehr zuzuordnen ist.




In Gotha gibt es ein Hannah Höch-Museum. Fotos davon findet Ihr hier:
https://www.elke-erben.de/galerien/fotografisches/exkursionen/
Einfach ein bisschen runterscrollen.
Schöne Grüße
Elke
Danke dir, Elke für den Tipp und den Link.
Spannende Fotos! Und das Kunstforum habe ich mir zu meinen Reise-Notizen gepackt.
Liebe Uta
Ich freue mich, dann Ergebnisse zu sehen…
Hanna Höch habe ich im Klee-Museum in Bern gesehen. Ihre Werke haben mich sehr beeindruckt.
Liebe Gertrud,
im Original kenne ich Hannah Höchs Werke leider noch nicht. Ich kann mir aber vorstellen, dass sie beeindruckend sind.