(Aquarell und Bleistift auf Papier auf Karton mit Aquarell und Feder eingefasst, Bildgröße: 20,3 x 30,7 cm)
Ich habe mal wieder in den Fotos gestöbert, die ich im Laufe der Jahre bei Ausstellungen gemacht habe.
Hier kann ich leider nur Arbeiten zeigen, bei denen das Urheberrecht ausgelaufen ist, weil der Künstler oder die Künstlerin mehr als 70 Jahre tot ist. Ich würde mich gerne auf dem Blog mit Bildern von Franz Kline oder Georgia O’Keeffe oder Gabriele Münter oder Max Ernst beschäftigen oder von zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern, deren Arbeiten ich auf unseren Reisen kennengelernt habe. Geht aber leider nicht.
Deshalb heute mal wieder Paul Klee.
Dieses Aquarell habe ich vor vielen Jahren in Berlin gesehen und fotografiert im Rahmen einer Klee-Ausstellung im Museum Berggruen.
Was fällt mir bei der Betrachtung auf?
Paul Klee abstrahiert sein Motiv „Schleusen“ stark. Er setzt es aus geometrischen Formen zusammen, aus Rechtecken, Dreiecken, Kreisen und Halbkreisen. Und diese Formen sind jeweils einfarbig ohne Farbverläufe angelegt.
Klee arbeitet mit einer reduzierten Palette analoger Farben: Grün, Blau, Violett in unterschiedlichen Tonwerten. In einigen Bereichen des Bildes legt er die Tonwerte einer Farbe abgestuft nebeneinander, zum Beispiel unten in der Mitte die zarten Violetttöne oder oben die Blauschattierungen bis hin zu einem Blauschwarz.
Außerdem gibt es Bereiche, in denen ähnliche Tonwerte in unterschiedlichen Farbtönen nebeneinander liegen und so für das Auge aus den kleinen Elementen eine größere Form entsteht. Beispiele dafür sind die hellen Bereiche rechts und links im Bild. Oder auch das „Schiff“ in der Mitte oben.
Klee arbeitet aber auch mit starken Tonwertkontrasten, z.B. liegen neben den sehr hellen Bereichen rechts im Bild dunkles Blau und Blauschwarz. Der Blick wird durch diese starken Kontraste angezogen und wandert so über die Bildfläche.
Was nehme ich für mich mit?
Ich mag die Konstruktion des Bildes aus klaren Formen, aus geometrischen Elementen. Vielleicht spricht es mich auch deshalb an, weil ich mich immer wieder mit Rastern und Mosaiken beschäftige. Und auch die analogen Farben Grün, Blau, Violett sind ja bei mir gerade präsent im 100-Tage-Projekt.
Ich mag diese Art, mit Aquarellfarben zu malen. Die Farben wirken zart und luftig, denn der Untergrund schimmert selbst bei den dunkleren Tönen durch. Gleichmäßig gefärbte Flächen mit klaren Konturen, ganz anders, als es bei der Aquarellmalerei „üblich“ ist.
Eine Variante, die es mal auszuprobieren lohnt, denke ich.




Muss das Urheberrecht wirklich abgelaufen sein? Reicht nicht auch ein Hinweis auf den Künstler oder die Ausstellung, wo gefunden? Mit einem Link zu einer Homepage? Die meisten Museen oder Galerien sind dankbar für eine Veröffentlichung. Ich frage immer schon vor dem Fotografieren und bekomme meistens eine positive Antwort.
Sagen wir mal so: Ich gehe da auf Nummer sicher mit dem Urheberrecht.
Nachfragen geht natürlich. Wenn man das Okay bekommt, dann sollte es keine Probleme geben.
Meist heißt es in Museen ja: Fotos (ohne Blitz) für den privaten Gebrauch sind erlaubt. Auf meine Frage, ob das einen „journalistischen Blog“ einschließt, hieß es dann auch schon mal: „Nein, das ist nicht privat.“ Genaues Nachfragen ist also wichtig.