Video-Tipp: Sean Scully – Why this, not that?

Manche Dinge ergeben sich scheinbar zufällig. Und doch ist es unsere persönliche Wahrnehmung, die diesen „Zufall“ ein Stück weit steuert.

Als wir im Juni an der Ostsee auf dem Weg nach Polen waren, haben wir einen kurzen Stopp gemacht an der Kunsthalle Ahlbeck auf Usedom. Auf Plakaten hatte ich gelesen, dass die aktuelle Ausstellung sich um Armin Mueller-Stahl drehte, trotz Montag war geöffnet – ein Grund hineinzugehen.

Die Kunsthalle füllt zwei große Räume im alten Bahnhof. Neben Gemälden gibt es viele Druckgrafiken und – Bücher. Jede Menge Bücher, viele davon ältere Einzelstücke zu kleinen Preisen. Klar, dass ich da eine Weile stöbern musste.

Ich hätte den ganzen Tag in der Kunsthalle verbringen können, aber wir hatten ja noch einiges vor. Also habe ich mich recht schnell für zwei Bücher entschieden, die mich sofort angesprochen haben, habe bezahlt und dann ging’s schon wieder weiter.

Die Bücher haben etwas gemeinsam: In der abstrakten Malerei beider Künstler stehen geometrische Formen im Zentrum, Vierecke und Streifen. Vielleicht sind sie mir aufgefallen, weil ich bei meinen 100-Tage-Collagen viel mit solchen Formen gearbeitet habe.

Während mir der Name Osmund Hansen nichts sagte (ein dänischer Maler, 1908 – 1995), hatte ich von Sean Scully schon Arbeiten gesehen (und auch fotografiert).

Am nächsten Tag habe ich bei YouTube ein bisschen gestöbert und bin auf das Video gestoßen, das ich hier einbette.

Ich finde die Gedanken von Scully interessant und die ruhige, überlegte Weise, in der er sie formuliert, hat mich sehr angesprochen. Außerdem finde ich es spannend, ihm zwischendurch immer wieder beim Arbeiten zuzuschauen.

(Gefunden auf dem YouTube-Kanal „Sean Scully Studio“.)

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