Erster Erster

Das klingt so frisch wie Neuschnee.
Dabei hat es heute grau geregnet. Den ganzen Tag.
Trübe Aussichten.
Aber nur vor dem Fenster.

Hier drinnen, am Schreibtisch, blühen die Pläne.
Keine Vorsätze, nein, Pläne!
Beim Aufräumen finden sich so viele Notizen zu Projekten, kleinen und größeren.
Aufgeschrieben in Momenten, in denen die Muse ihren zarten Zeigefinger ausstreckt und flüstert: Schau! Was fällt dir dazu ein?
Mal deutet sie auf Reste von Fischernetzen am Strand, mal auf Schattenmuster an einer Hauswand, mal auf eine Wäschespinne voller bunter Stoffstücke.
Die meisten dieser Momente gehören zum Urlaub, zum Reisen.
Der Kopf frei, der Blick weit, alle Sinne offen für Kleinigkeiten.
Ideen sprudeln wie der Brunnen auf dem kleinen Marktplatz in …
Ich halte sie fest im Notizbuch, das immer dabei ist. Ein paar Stichworte, damit ich mich zuhause erinnere. Damit ich zuhause aus der Idee etwas machen kann.
Doch aus einer Idee etwas zu machen braucht Zeit und Muße. Viele Ideen bleiben im Notizbuch stecken.

Ich werde sie befreien, die Ideen. Ich werde ihnen Raum geben, sich zu entfalten.
Nicht alle auf einmal, das funktioniert nicht. Nicht jede Idee kann zu jeder Jahreszeit gedeihen.
Also zuerst Bestandsaufnahme, Überblick bekommen, ein bisschen Ordnung machen. Vielleicht gibt es ja Ideen, die sich miteinander wohl fühlen, gemeinsam stark sind.
Ich träume. Träume davon, mir Zeit zu nehmen für all die Ideen, Projekte, Inspirationen, die darauf warten, umgesetzt zu werden.

Erster Erster – ein guter Tag zum Träumen.
Und morgen? Zweiter Erster – ein Tag, um den nächsten Schritt zu machen.
 
 

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