„Das haben wir immer schon so gemacht!“ – fällt mir bei diesem Zitat von Krishnamurti ein. Gewohnheit sträubt sich gegen Veränderung, denn Veränderung kostet Energie, die unser Gehirn durch Gewohnheiten gerne sparen möchte.
Nebenbei: Das Gehirn verbraucht etwa 20 Prozent unserer täglichen Energie, auch wenn es nur etwa 2 Prozent unseren Körpergewichts ausmacht.
Kreativität bedeutet, Neues zu schaffen oder Bekanntes neu zu kombinieren.
Dazu muss ich aus Denk-Routinen ausbrechen, muss ausgefahrene Wege verlassen und mir Pfade bahnen, wo vorher keine waren.
Ich muss Dinge betrachten, als ob ich sie zum ersten Mal sehe und keine Ahnung habe, wofür sie eigentlich dienen. Kinder können das meist besser als Erwachsene.
Trotzdem kann Gewohnheit auch nützlich für Kreativität sein, denke ich. Und zwar in Form von kreativen „Routinen“.
Denn wir können uns angewöhnen, Dinge unter verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten.
Wir können uns angewöhnen, nicht der erstbesten Idee zu folgen, sondern nach weiteren, vielleicht besseren Ideen zu suchen.
Und vor allem können wir uns angewöhnen, die Welt wieder wie ein Kind zu betrachten und uns für all die vielen, spannenden Ideen zu begeistern, die uns begegnen.



