Der Name Hauschka sagte mir nichts, also habe ihn ihn nachgeschlagen. Ernst R. Hauschka war Bibliothekar, Aphoristiker und Lyriker. Kein weithin bekannter Mann, aber das spielt keine Rolle, denn hier geht es einfach nur um das Zitat.
Es hat mich sofort angesprochen, denn das Gefühl kenne ich gut.
Früher bin ich regelmäßig joggen gegangen. Vom Haus aus ein Stück entlang einer belebten Straße, dann abbiegen auf eine kleinere, auf der kaum Verkehr herrscht. Sie verläuft in sanften Bögen und mit wenig Steigung durch ein Tal, in dem ein Bach fließt. Beidseitig davon Wiesen, hier und da ein paar Kühe, zwei Pferde, Fischteiche. Dann Wald und wieder offene Wiesen. Außer Vogelzwitschern und Blätterrauschen kaum ein Laut.
Zur damaligen Zeit habe ich viel geschrieben. Kurzgeschichten, Lyrik. Der Weg durchs Tal war meine Möglichkeit, ohne Ablenkung über eine Idee nachdenken zu können.
Und Bewegung, das habe ich später gelesen, regt die Kreativität an. Gehen und Laufen fördern die Durchblutung des Gehirns, bauen Stress ab und entspannen uns. Beide Gehirnhälften werden aktiviert und können gut zusammenarbeiten. Und die sich verändernde Umgebung sorgt für vermehrten Input, ohne uns mit Eindrücken zu überschwemmen.
Eine zentraler Punkt in diesem Zitat ist „ohne Begleitung“, was ich gleichsetze mit „keine Ablenkung“. Etwas, das in unserer Zeit selten geworden ist, in der das Smartphone (fast) immer griffbereit ist und unsere freien Momente viel zu leicht vereinnahmt.
Ich mache jetzt den Computer aus und gehe eine Runde spazieren. Alleine!




Viel Spass! Und kehrst dann mit lauter inspirierenden Gedanken zurück…
Unf weisst du was? Das werde ich nachher auch noch machen!
Danke für den Motivationskick
Danke dir Gertrud. Und auch dir viel Spaß mit den unterwegs gesammelten Gedanken. LG Uta