Der Februar wird ein Monat der Kontraste

Kontraste machen Bilder spannend. Kein Einheitsbrei sondern etwas, womit sich das Auge beschäftigen kann. Gegensätze, Unterschiede, es gibt viele Möglichkeiten, wie man sie nutzen und in Szene setzen kann.

Im Februar möchte ich in meinen Blogbeiträgen verschiedene Arten von Kontrasten ansprechen. Theoretisch weiß ich einiges darüber, stelle aber immer wieder fest, dass ich dieses Wissen praktisch nicht nutze. Deshalb auch mein 100-Tage-Projekt „exploring contrast“, das wird sozusagen mein persönlicher Workshop zum Thema.

Hell und Dunkel

Nachdem der Januar im Zeichen der Farbe stand, bin ich in diesen Monat mit der Beschränkung auf Schwarz und Weiß gestartet, dem stärksten Kontrast, den wir in der Malerei haben.

Licht und Finsternis sind für die Orientierung in unserer Umwelt wichtig, deshalb reagieren wir zuerst auf Hell-Dunkel-Kontraste. Doch auch wenn man sagt: „In der Nacht sind alle Katzen grau“, können wir Zwischentöne einordnen, indem wir sie relativ zueinander als „heller als“ oder „dunkler als“ bezeichnen.

Absolute Vergleiche können dagegen schwierig werden. Ein Beispiel: Wie sieht es mit dem Grau der kleinen Quadrate aus? Gleich oder verschieden?

Grautöne im Vergleich
Grautöne im Vergleich

Der Kontrast zum umgebenden großen Quadrat beeinflusst unsere Wahrnehmung. Die Grautöne wirken für die meisten vermutlich unterschiedlich, obwohl es dieselbe Farbe ist.

Wozu Grau-Malerei?

Wird ein Bild nur in Schwarz-Weiß und Grautönen gemalt, spricht man von „Grisaille“ (franz. gris – grau; siehe Wikipedia).
Eine Arbeit nur in Grautönen kann eine Studie sein für ein farbiges Bild, damit man sich z.B. über die Lichtverteilung klarer wird.
Diese Technik kann man aber auch als Untermalung verwenden, über die dann mit Farbe lasierend – also durchscheinend – gearbeitet wird. Unterschiedliche Helligkeiten im Bild werden so verstärkt.

Auch Farben kannst du unter dem Gesichtspunkt Hell/Dunkel betrachten. Man spricht dann von Tonwerten und vergleicht die Helligkeit einer Farbe mit der eines entsprechenden Grautones.
Am einfachsten wird das sichtbar, wenn du ein Farbbild in einem Bildbearbeitungsprogramm in Grautöne umwandelst. Dabei erkennst du gut, wie Helligkeit und Dunkelheit im Bild verteilt sind, ob es starke Kontraste gibt oder das Bild eher aus mittleren Tonwerten besteht.

Fazit: Ich weiß, dass ich in meinen Bildern stärker auf die Tonwerte achten muss und auf ausreichend Hell-Dunkel-Kontraste. Ich bin über lange Zeit zu zaghaft mit Licht und Schatten umgegangen.

Wie bewusst nimmst du Hell-Dunkel-Kontraste bei Bildern wahr? Wie wirken sie auf dich, wenn du ein Bild, eine Fotografie betrachtest?

Ein Gedanke zu „Der Februar wird ein Monat der Kontraste“

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