Sehnsucht nach Meer: Erste Versuche auf Papier (1)

Nachdem ich letztens im Skizzenbuch ein wenig mit Farbe und Collage gespielt habe, geht es jetzt im kleinen Format auf losen Blättern weiter.

Ich habe größere Bögen stabiles Aquarellpapier in Blätter von etwa 20 x 30 cm geteilt und diese mit Kreppband rundum abgeklebt. Die freie Fläche beträgt bei allen 15 x 25 cm. (Ein Seitenverhältnis von 3 : 5 entspricht fast dem goldenen Schnitt.)

Zehn Blätter sollen nun parallel aber jedes für sich bearbeitet werden.

Womit beginnen?

Ein weißes Blatt gibt so viel Raum und Möglichkeit, dass es blockieren kann. Je mehr Optionen wir haben, desto schwerer fällt uns die Wahl, konnten Wissenschaftler nachweisen. Wichtig also, zuerst einmal die Fläche mit Spuren aufzubrechen.

In diesem Fall habe ich eine Farbmischung verwendet, die ich vom Skizzenbuch noch übrig hatte: Phtaloblau mit viel Schwarz. Ein so dunkler Ton ergibt auf weißem Papier kräftige Kontraste.

Ich feuchte das Blatt an einzelnen Stellen mit einem breiten Pinsel und klarem Wasser an. Ziehe meinen dünnen Schlepper-Pinsel (einer mit recht langen Haaren) in unregelmäßigen Linien über das Blatt, drehe ihn, wische hin und her. Ich kleckse Farbe, dann sprühe ich mit einer Blumenspritze feinen Wassernebel darüber und lasse die Farbe verlaufen. Ich lege das Blatt zum Trocknen beiseite.

So gehe ich Blatt für Blatt vor, versuche immer wieder andere Spuren zu hinterlassen. Am nächsten Tag werde ich sehen, was daraus geworden ist. Und dann kann ich beginnen, auf diese Spuren zu reagieren.

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