Work in Progress

Intuitives Malen im Wechsel mit kontrollierten Eingriffen

Farbreste – zum Beispiel nach Mischübungen wie letztens – landen bei mir üblicherweise auf einer gebrauchten Leinwand (leider gibt’s kein “Vorher”-Bild). Dieses Mal habe ich sie mit dem Malspachtel aufgetragen, locker über die Fläche verteilt.

Ich habe intuitiv gearbeitet, das heißt, ich habe mir keinen Plan gemacht, sondern einfach drauflos gemalt. Sowohl die Farbverteilung auf der Leinwand als auch die Bewegungen, mit denen ich die Farbe aufgetragen habe, sind spontan entstanden.

Zwei meiner Farben – Blauviolett und Permanentgrün dunkel – ergaben in Mischungen Blau- und Türkistöne, was mich natürlich in eine Art Meeres-Stimmung versetzt hat. Daher wohl die schwingenden Bögen, die an bewegtes Wasser, an Wellen erinnern.

Work in Progress

Setzt man den Malspachtel flach auf und zieht ihn locker über die Leinwand, ergeben sich nicht kontrollierbare Flecken, die ich recht lebendig finde.

Nach dieser ersten, intuitiven Phase habe ich mir ein bisschen Zeit genommen und das Bild betrachtet.

Insgesamt ist mir die Leinwand zu unruhig. Zu viele Flächen, die sich ähnlich sind in Größe und Struktur, die Farben weitgehend gleichmäßig verteilt. Es gibt keinen Schwerpunkt im Bild, keinen Fokus, der den Blick anzieht. Dafür ist viel Bewegung vorhanden, die ich mag.

Diese Bewegung habe ich im nächsten Schritt weiterentwickelt. Außerdem habe ich einige Bereiche beruhigt durch einheitlichere Farbflächen.

Work in Progress

Und weil es so viel Spaß macht, habe ich ein paar helle Farbspritzer verteilt.

Work in Progress

Danach musste alles erstmal gut trocknen.

Wiederum ganz intuitiv habe ich zum weichen Bleistift gegriffen und Linien über die Leinwand gekritzelt, habe Wachsstifte in Gelborange und Rotorange genommen und auch mit ihnen auf die Leinwand gemalt. Dazu noch Tupfen mit einem weißen Acrylmarker. Also erstmal nur kleine Veränderungen, Details, von denen ich noch nicht weiß, was bleibt und was wieder gehen wird.

Work in Progress

Ein weiteres Stadium des Bildes kann ich euch zum Abschluss noch zeigen:

Work in Progress

Ich habe die Details weiter reduziert und die Farbflächen überarbeitet. Vom Weiten betrachtet wird das Bild langsam klarer. Geht man aber nah heran, dann erkennt man die Strukturen, die dem Ganzen Tiefe geben und auch den Blick aus der Nähe interessant machen.

Work in Progress

Was kommt als nächstes? Ich weiß es nicht. Erstmal soll alles gut trocknen. Dann werde ich mich in aller Ruhe davor setzen und sehen, was mir gefällt und was nicht. Mag sein, dass sich das Bild dann in eine ganz neue Richtung weiterentwickelt.


Intuitive painting alternating with controlled intervention

Paint residues – for example after mixing exercises like the last one – usually end up on a used canvas (unfortunately there is no “before” picture). This time I applied the paint with the pallet knife, spreading it loosely over the surface.

Work in Progress

I worked intuitively, that is, I didn’t make a plan, I just started and painted. Both the distribution of paint on the canvas and the movements with which I applied the paint came about spontaneously.

Two of my colors – blue-violet and dark permanent green – resulted in mixtures of blue and turquoise tones, which of course put me in a kind of sea mood. Hence the swinging arches, which are reminiscent of moving water, of waves.

Work in Progress

If you put the pallet knife flat on the canvas and pull it loosely over the surface, you will get uncontrollable stains that I find quite lively.

After this first, intuitive phase, I took a little time and looked at the picture.

Overall, the canvas is too restless for me. Too many areas that are similar in size and structure, the colors kind of evenly distributed. There is no focal point in the painting, no focus that draws the eye. But there is a lot of movement I like.

Work in Progress

I developed this movement further in the next step. I also calmed down some areas by using more uniform colored areas.

And because it’s so fun, I sprinkled some bright splashes of paint.

Work in Progress

Then everything had to dry well first.

Again, quite intuitively, I picked up a soft pencil and scribbled lines on the canvas, took yellow-orange and red-orange wax pencils and also used them to paint on the canvas. In addition, dots with a white acrylic marker. So first of all only small changes, details of which I don’t yet know what will remain and what will leave.

Work in Progress

At the end I can show you another stage of the painting:

Work in Progress

I have further reduced the details and revised the colored areas. When viewed from afar, the picture slowly becomes clearer. But if you get closer, you can see the structures that give depth to it and also make the close-up look interesting.

Work in Progress

What’s next? I dont know. First of all, everything should dry well. Then I will sit down in front of it and see what I like and what I don’t. It may be that the picture will then develop in a completely new direction.

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