1. Dezember

1. Dezember

Ist es nicht genau das, was wir gerade brauchen? Dass uns der Staub des Alltags von der Seele gewaschen wird? Wir möchten durchatmen können, möchten – zumindest für eine Weile – all das Ungemach (um dieses schöne, alte Wort zu verwenden) vergessen.

Kann Kunst uns dabei helfen?

Ich habe über Picassos Worte nachgedacht und mich gefragt: Welche Kunst meint er? Die, die wir betrachten? Die, die wir hören? Oder die, die wir selber machen?

Ich glaube, jede Form von Kunst, die uns berührt, die uns bewegt, hat diese Fähigkeit.

Wenn ich in einem Museum ein Bild betrachte, aus geringem Abstand den Pinselstrichen nachspüre, dann wieder zurücktrete, um den Gesamteindruck wirken zu lassen, bin ich in diesem Moment.

Wenn ich beim Musikhören die Augen schließe und die Töne ihre Schwingungen durch meinen Körper schicken, bin ich ganz bei mir.

Und wenn ich an der Staffelei stehe, die Leinwand mit Farbe bedecke, konzentriert, fokussiert, dann kann ich alles andere abschütteln wie den Staub aus einem Lappen.

Ich genieße, was ich mache: das Betrachten, das Hören, das Tun. Und das ist es, was die Seele befreit.

Heute habe ich mir spontan überlegt, einen Blog-Adventskalender zu schreiben. Jeden Tag ein Zitat – meist von Künstlern und über die Kunst – und ein paar Gedanken dazu.

Meine Möglichkeit, innezuhalten, zurück und nach vorne zu blicken in diesen letzten Wochen des Jahres.

Ich würde mich freuen, wenn ihr mich auf dieser Adventsreise begleitet. Und wenn ihr mögt, eure Gedanken dazu in die Kommentare schreibt.


1. Dezember

Isn’t it exactly what we need right now? That the dust of everyday life is washed from our souls? We want to be able to breathe deeply, we want to forget – at least for a while – all the hardships (to use that beautiful, old word).

Can art help us with this?

I thought about Picasso’s words and asked myself: what art is he talking about? The one we look at? The one we hear? Or the one we make ourselves?

I think every form of art that touches us, that moves us, has this ability.

When I look at a painting in a museum, trace the brushstrokes from a short distance, then step back again to let the overall impression take effect, I am in that very moment.

When I close my eyes while listening to music and the tones send their vibrations through my body, I am completely with myself.

And when I stand at the easel, cover the canvas with paint, concentrated, focused, then I can shake everything else off like the dust from a rag.

I enjoy what I do: looking at it, hearing it, doing it. And that is what liberates the soul.

Today I spontaneously thought about writing a blog advent calendar. Every day a quote – mostly from artists and about art – and a few thoughts on it.

My opportunity to pause, look back, and look ahead in these final weeks of the year.

I would be happy if you would accompany me on this Advent trip. And if you like, write your thoughts on it in the comments.

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