Kreativität nach Plan?

Während ich mich zwischen Weihnachten und Silvester mit meinem Jahresrückblick beschäftigt habe, habe ich mir auch ein Motto für das neue Jahr überlegt. Meist ergibt es sich aus dem, was ich beim Rückblick feststelle.

Für 2025 hatte ich als Motto gewählt: „Am Ball bleiben – mit Fokus und Routinen“

Das hat letztes Jahr nur bedingt funktioniert, denn die Routinen für verschiedene Situationen wie „Arbeit im Atelier“ oder „kreativ auf Reisen“ fehlten. Das möchte ich in diesem Jahr ändern – und deshalb mein aktuelles Jahresmotto.

Was meine ich mit „kreative Prozesse“?

Ein Prozess beschreibt eine Abfolge von Arbeitsschritten, die zu einem bestimmten Ergebnis führen sollen. Ich suche also nach Abläufen, die meine kreative Arbeit strukturieren.

Aber kann man nach Plan kreativ sein?

Natürlich ist das nicht ganz so einfach. Kreativität lässt sich nicht wie mit einem Knopf an- und abschalten. Aber ich kann dafür sorgen, dass das Anschalten häufiger wird.

Unser Gehirn liebt Gewohnheiten, weil sie Energie sparen; es läuft dann sozusagen auf Autopilot. Wir denken nicht darüber nach, ob wir uns morgens die Zähne putzen sollen, wir gehen nach dem Aufstehen ins Bad und machen das einfach.

Unser Gehirn verknüpft „Aufstehen“ mit „Bad“ und mit „Zähneputzen“, danach läuft diese morgendliche Routine automatisch ab.

Ich versuche gerade, eine neue Routine aufzubauen, um täglich zu schreiben, zum Beispiel diesen Blogartikel hier. Dazu habe ich mir überlegt, dass ich nach dem Frühstück mit meinem Kaffee für eine Stunde an den Schreibtisch gehe und dort arbeite. Ich darf recherchieren, Themen planen und schreiben, aber keine Videos (auch nicht über Kunst) schauen etc.

Wichtig ist, dass ich das eine Zeit lang regelmäßig mache. Ich sitze hier also und starre auf den Monitor. Ich lasse mich nicht ablenken. Ich denke an ein Thema – heute ist das mein Jahresmotto – und irgendwann kommen die Worte. Stockend vielleicht, aber sie kommen.

Und je öfter ich das mache, desto mehr stimme ich mein Gehirn darauf ein, Worte zu produzieren, sobald ich mich mit dem Kaffee an den Computer setze. Hoffe ich jedenfalls.

Und auch für andere Bereiche möchte ich solche Routinen und Prozesse entwickeln. Wichtig dabei: Nicht alles gleichzeitig starten, erstmal mit einer neuen Routine experimentieren. Wenn sie läuft, kann die nächste ausprobiert werden.

2 Gedanken zu „Kreativität nach Plan?“

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