Ich liebe es, mit dem Füller zu schreiben und dabei über etwas nachzudenken. Diese Koordination von Hand und Hirn scheint für mich einfach gut zu funktionieren (und ich bin nicht die Einzige, ist bei Studien herausgekommen). In diesem Fall habe ich über Sehen und Wahrnehmen nachgedacht, weil mir immer wieder auffällt, dass viele Menschen zwar die gleichen oder dieselben Dinge sehen wie ich, sie aber nicht oder anders wahrnehmen.
Wo liegt der Unterschied zwischen Sehen und Wahrnehmen?
Sehen ist das, was unser Auge leistet. Licht fällt durch Hornhaut und Linse bis auf die Netzhaut und wird dort in Impulse umgewandelt, die vom Sehnerv zum Gehirn transportiert werden – bisschen vereinfacht gesagt.
Wahrnehmung ist das, was unser Gehirn dann aus diesen Impulsen macht. Wir sehen vieles, aber das Gehirn wählt aus, was wir bewusst wahrnehmen und wie wir es interpretieren. Dabei spielen Erfahrungen, Wissen, Umfeld und mehr eine Rolle.
Wenn wir also alle dieselbe Sache anschauen, wenn wir dasselbe sehen, nehmen wir es trotzdem unterschiedlich wahr, weil wir alle unterschiedliche Bedingungen mitbringen.
Sehen und Wahrnehmen sind wichtig für unsere Kreativität
Wenn wir kreativ sein wollen, dann brauchen wir ganz unterschiedlichen Input, mit dem wir arbeiten können. Als Mensch ist unsere wichtigste Quelle für Sinneseindrücke das Auge, darüber nehmen wir die meisten Informationen auf.
Heutzutage werden wir den ganzen Tag geflutet von einer Unmenge an Bildern. Sie erreichen uns über all die technischen Medien, derer wir uns bedienen: Fernsehen, Computer, Smartphone. Unser Gehirn reagiert auf diese Reizflut oft mit Abschalten. Wir nehmen nicht mehr wirklich wahr, was wir da alles sehen. Es ist einfach zu viel.
Als Kreative brauchen wir also Techniken, wie wir einerseits diese Flut eindämmen, andererseits die für uns nützlichen Informationen trotzdem aufnehmen können. Klingt schwierig, ist es wohl auch.
Und für mich tut sich bei diesen Gedanken gerade ein Thema auf, mit dem ich mich in den nächsten Wochen und Monaten beschäftigen möchte. Ein bisschen nach dem Motto „Nach dem Buch ist vor dem Buch“. Denn beim Schreiben von „Mehr Kreativität wagen“ habe ich gespürt, wie viel Freude mir so ein Projekt macht.
Die Malerei, das kreative Schaffen ist eine Leidenschaft, das Schreiben eine zweite. Und wenn ich beide irgendwie kombinieren kann, ist das für mich einfach genial.
Anscheinend wird das also heute der Start in ein neues Schreib-Projekt, das ich vor allem dann verfolgen werde, wenn das Atelier gerade Pause macht (zum Beispiel wenn ich unterwegs bin). Von Zeit zu Zeit wird es Blogbeiträge zum Thema geben. Und wer weiß, vielleicht wird dann irgendwann auch ein Buch aus all dem, was ich im Laufe der Zeit zusammentrage.



Ein sehr schöner Beitrag, herzlichen Dank dafür.
Liebe Grüße Elke
Herzlichen Dank dir, liebe Elke, fürs Lesen und schön finden.
Lieben Gruß, Uta