Zeit für Rückblick und Vorausschau

Der Dezember ist der Monat der Rückblicke. Das vergangene Jahr lässt man Revue passieren, der Blickwinkel variiert, die Tonart ebenfalls. Ich gestehe, im Fernsehen schaue ich mir diese Sendungen normalerweise nicht an.

Und ich will euch jetzt und hier auch nicht mit einem eigenen Rückblick auf die Nerven gehen. Aber ich möchte mir ein paar Gedanken über das Zurück- und Nach-vorne-Blicken machen.

Wo liegt der Reiz, in die Vergangenheit zu schauen? Ich sehe, was alles passiert ist auf dem Weg vom 1. Januar bis heute, was ich erreicht habe (oder auch nicht). Wenn ich Bilanz ziehe, kann die sehr unterschiedlich ausfallen, je nachdem, ob die positiven oder negativen Momente überwiegen. Auf jeden Fall wird mir klarer, wo ich jetzt stehe.

Von diesem Punkt aus blicke ich in die Zukunft. Ich male mir aus, was auf mich zukommt, kann träumen, Visionen entwickeln und diese als Leitfaden nutzen, um meinen Weg weiterzugehen. Der Leitfaden hilft hoffentlich, wenn das Leben mir Zitronen vor die Füße wirft (schräges Bild, sorry!).

In diesem Dezember habe ich zum ersten Mal das Bedürfnis, das ablaufende Jahr etwas genauer zu betrachten. Ich habe mir ein Jahresmotto gegeben. Wie weit hat mich dieses Motto gebracht? (Ein, zwei Sätze habe ich dazu schon in meinem Newsletter für Dezember fallen lassen.) Was habe ich alles zum Thema Kunst gemacht? Meine Notizen dazu werden recht allgemein ausfallen, weil die Erinnerung viele Details unterschlägt. Ich kann zum Beispiel weder sagen, wie viel Zeit ich wirklich für künstlerische Arbeit verwendet habe, noch wie viel für Workshops oder für Organisatorisches rund um Website, Blog und Newsletter. Aber wahrscheinlich fällt mir beim Aufschreiben mehr ein, als ich mir jetzt vorstelle.

Ich möchte mir außerdem ein paar Fragen mal ganz bewusst stellen:

  • Warum überhaupt mache ich Kunst?
  • Was sind meine Themen? Woher kommt meine Inspiration?
  • Wie sollen sich meine Werke weiter entwickeln? Was brauche ich dazu?
  • Was gehört neben der eigentlichen kreativen Arbeit noch zum „Job“?

Und ich vermute, die Antworten werden mich zu irgendeiner Form von Planung für mein „künstlerisches Jahr“ bringen. Ich bin gespannt und werde berichten.

Wie steht ihr zu Rückblick und Planung? Macht ihr das regelmäßig oder ist euch das zu „business-like“? Hat Corona etwas verändert? Schreibt mir gerne in den Kommentaren eure Sicht dazu.

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