6. Dezember

6. Dezember

Es gibt viele Definitionen für Kreativität; die von Albert Einstein finde ich einfach erfrischend. Klar, sie verkürzt das Thema stark, aber das gehört zu einem Aphorismus dazu, oder?

Was macht Kreativität aus? Es gibt verschiedene Ansätze, das zu definieren. Gemeinsam ist ihnen, dass es bei Kreativität um die Fähigkeit geht “etwas zu erschaffen, was neu oder originell und dabei nützlich oder brauchbar ist” (Zitat Wikipedia).

Was mir bisher nicht bewusst war: Man unterscheidet zwischen alltäglicher und außergewöhnlicher Kreativität. Alltagskreativität liefert Nutzen vor allem für denjenigen, der etwas geschaffen oder ein Problem auf neue Weise für sich gelöst hat. Bei außergewöhnlicher Kreativität ist das Ergebnis auch für andere Menschen bedeutsam. Einstein gehört da eindeutig zur zweiten Kategorie.

Aber was ist mit unserer Kunst? Fällt die unter “nützlich” und “brauchbar”? Und wenn ja, für wen?

Ich glaube, in erster Linie sind wir kreativ für uns selbst. Wir wollen kreieren, wir wollen etwas schaffen, das vorher noch nicht dagewesen ist. Dass das nicht immer so läuft, wie wir es gerne hätten, gehört dazu.

Manchmal braucht es lange, bis ein Bild sich zu unserer Zufriedenheit entwickelt. Es gibt Stadien, die hässlich sind, bei denen wir denken: Das wird nie was. Trotzdem machen wir weiter – weil wir uns herausgefordert fühlen, weil es uns eigentlich Spaß macht, weil wir wissen, wie gut wir uns am Ende fühlen, wenn wir uns durchgekämpft haben.

Und dann kommt vielleicht der Moment, in dem wir unser Werk öffentlich zeigen. Und ein anderer Mensch reagiert darauf, fühlt sich berührt, möchte dieses Bild haben. Und wir spüren: es gibt einen “Nutzen” für andere.


6. Dezember

There are many definitions of creativity; I find Albert Einstein’s simply refreshing. Sure, it shortens the topic a lot, but that’s part of an aphorism, right?

What is creativity? There are different approaches to defining this. What they have in common is that creativity is about the ability “to create something that is new or original and at the same time useful or usable” (quote from Wikipedia).

What I was not aware of up to now: A distinction is made between everyday and extraordinary creativity. Everyday creativity provides benefits especially for those who have created something or solved a problem for themselves in a new way. With exceptional creativity, the result is also meaningful for other people. Einstein clearly belongs to the second category.

But what about our art? Does it fall under “useful” and “usablel”? And if so, for whom?

I think we are primarily creative for ourselves. We want to create, we want to make something that hasn’t been there before. Part of it is that things don’t always work out the way we’d like them to.

Sometimes it takes a long time for an painting to develop to our satisfaction. There are stages that are ugly, when we think: it will never work. Nevertheless, we continue – because we feel challenged, because we actually enjoy it, because we know how good we will feel in the end when we have fought our way through.

And then maybe the moment will come when we will show our work publicly. And another person reacts to it, feels touched, wants this picture. And we feel: there is a “benefit” for others.

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