8. Dezember

8. Dezember

Warum male ich, was ich male? Früher habe ich mir diese Frage nicht gestellt. Ich habe einfach gemalt, wozu ich Lust hatte. Ich habe mir aus meinen Fotos ein Motiv gesucht, das mich ansprach, und versucht, es in Aquarellfarben oder später in Acryl darzustellen.

Ich habe mich aber nicht gefragt, warum ich gerade dieses Foto ausgesucht habe und nicht jenes. Oder warum ich gerne Landschaften male, aber nicht Menschen. Ich habe mein Malen nicht reflektiert.

Vielleicht war das zu jener Zeit auch nicht nötig, weil es ums Tun und ums Lernen ging. Ich habe quasi an praktischen Beispielen den Umgang mit den Farben ausprobiert. Trotzdem habe ich nicht irgendwas gemalt, sondern etwas, das mich interessierte.

Wenn ich heute zurückblicke, dann weiß ich, warum es gerade bestimmte Landschaftsfotos waren, die ich mir ausgesucht habe. Die Motive weckten in mir Erinnerungen an die Gefühle, die ich an diesen Orten hatte. Positive Gefühle.

Diese Empfindungen sind aber nicht in die Bilder eingeflossen, weil ich oberflächlich dargestellt habe, was ich auf den Fotos sah. Das ist wohl der Grund, warum ich heute diese Bilder als eher dekorativ ansehe.

In diesem Jahr habe ich mich mit meiner “Sehnsucht nach Meer” beschäftigt, wollte von der reinen Darstellung weg und bin deshalb in die Abstraktion gegangen. Vielleicht sollte ich im nächsten Jahr versuchen, diese neuen Möglichkeiten in die alten Motive einfließen zu lassen. – Klingt ein bisschen nach neuem Projekt, oder? Wir werden sehen.

Diese Zeit im Jahr scheint prädestiniert zu sein für Rückblicke und Ausblicke, fürs Revue-passieren-lassen und Pläne-machen. Geht es euch aus so? Schreibt mir gerne etwas dazu in den Kommentaren.


8. Dezember

Why do I paint what I paint? I never used to ask myself this question. I just painted what I felt like doing. I looked for a motif from my photos that appealed to me and tried to depict it in watercolors or later in acrylics.

But I didn’t ask myself why I chose this photo and not that one. Or why I like to paint landscapes, but not people. I haven’t reflected on my painting.

Maybe it wasn’t necessary at that time because it was about doing and learning. I practically tried out the use of colors on practical examples. Still, I didn’t paint anything, but something that interested me.

When I look back today, I know why it was precisely certain landscape photos that I chose. The motifs awakened memories of the feelings I had in those places. Positive feelings.

However, these sensations did not flow into the paintings because I depicted superficially what I saw in the photos. That is probably the reason why I see these paintings as more decorative today.

This year I dealt with my “longing for the sea”, wanted to get away from pure representation and therefore went into abstraction. Maybe next year I should try to incorporate these new possibilities into the old motifs. – Sounds a bit like a new kind of project, right? We will see.

This time of the year seems to be predestined for looking back and looking forward, for reviewing and making plans. Do you feel the same? Feel free to write me something about it in the comments.

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